Vor nicht ganz vier Wochen waren Jule und ich in der Tierklinik Betzdorf, um die Hüften von Edda (Broadmeadows Almost Rosey) röntgen zu lassen. Über einen möglichen Zuchteinsatz von Nells erstgeborener Tochter hatten wir schon früh gesprochen und auch die Auswertung der Hüften frühzeitig geplant. Dass es uns beiden aber wenig liegt, zu warten, hatten wir nicht bedacht.

Ein Donnerstagmorgen, kurz nach acht. Die Felder, die links und rechts der Straße liegen, sind in feinen Nebel getaucht, darüber Sonnenstrahlen, die alles ringsum grell leuchten lassen. Vor zehn Minuten habe ich das Haus verlassen, im Gehen drei Hundeköpfe getätschelt, die sich an Arbeitstagen zur immer gleichen Zeit an der Haustüre einfinden, und ein »Bis heute Abend!« in den Flur hinein gerufen, das mit einem kaum ausgeschlafenen »Schönen Tag!« beantwortet worden ist. »Schön«, denke ich und versuche blind eine Zigarette aus der halbvollen Schachtel auf dem Beifahrersitz zu fingern, »schön wäre der Tag nur, wenn endlich etwas passieren würde«. Nach drei Versuchen lasse ich die Zigarette wo sie ist, ziehe stattdessen das Handy aus der Tasche. Und dann passiert etwas …

Etwa zur gleichen Zeit, vielleicht ein wenig später, verlässt Jule einen Supermarkt. In der einen Hand hält sie eine Brötchentüte, in der anderen einen Becher mit dampfendem Kaffee. Am Auto angekommen stellt sie diesen kurz auf dem Wagendach ab, zieht mit der freien Hand den Schlüssel aus der Jackentasche, hält inne und klopft, bevor sie den Schlüssel ins Schloss steckt, an das Seitenfenster des Kofferraums, in dem zwei Hunde – ein Wheaten Terrier und ein Border Collie – auf sie warten. »Schön wäre, wenn heute etwas passieren würde«, denkt sie mit einem Blick in den Rückspiegel, legt den Sicherheitsgurt um und startet den Motor. Und dann passiert etwas …

19|03|2015 – Die erlösende SMS von Dirk, der das Ergebnis zuerst entdeckt hat

Zwei Buchstaben und ein
Ausrufezeichen können zwei Menschen
mitunter sehr glücklich machen. B1!