27|09|2018 – Unsere Border Collies
27|09|2018 – Unse­re Bor­der Col­lies

Hunde – und Herbstgedanken: über Ärger, Traurigkeit und Glück. Und warum man jetzt unbedingt im Regen spazierengehen sollte.

Make a space for my body,
dig a hole, push the sides apart.
This is what I‘m con­trol­ling,
it‘s a moat, the insi­de that I car­ve.
This will be my monu­ment,
this will be a beacon when I‘m gone.
So that when the moment comes,
I can say I did it all with love,
all with love.

Monu­ment, Robyn w/ Röyk­sopp (2014)

Ver­schwen­de dei­ne Zeit nicht, dich über ihn zu ärgern. Nicht über die schmut­zi­gen Pfo­ten, die Haa­re im Bett, nicht über das unge­dul­di­ge Trip­peln im Flur. Nicht über das Bel­len am Zaun, das Bet­teln bei Tisch, nicht über das keh­li­ge Heu­len, das jedes Mal erklingt, wenn du für einen kur­zen Augen­blick das Haus ver­lässt. Ärge­re dich nicht über die Spa­zier­gän­ge im Regen, den Wind und die Käl­te, die vor Näs­se trie­fen­den Hosen und die frie­ren­den Füße – sei­nen Schrit­ten fol­gen zu müs­sen, egal wohin er geht.

Denk weni­ger, dass du musst. Denk mehr, dass du darfst. Sei dank­bar für jedes klei­ne Pro­blem. Und komm dar­über hin­weg. Denn irgend­wann wür­dest du alles dafür geben, nur noch ein­mal sei­ne Pfo­ten­ab­drü­cke auf dem Tep­pich, sei­ne Haa­re im Bett, sei­ne Spu­ren in dei­nem Leben zu fin­den. Nur noch ein­mal im Regen zu ste­hen und zu wis­sen, dass er gleich zurück­kom­men wird.

Ver­schwen­de dei­ne Zeit nicht. Denn eure Zeit ist kurz.

© Johannes Willwacher