Nell

Ausstellungsergebnisse

24|01|2010 – CAC Verl-Kaunitz (Jüngstenklasse) VV1

Die erste Ausstellung: Nach einer viel zu kurzen Nacht machten wir uns in den frühen Morgenstunden auf den Weg zum »Familientreffen« – neben Nell sollten heute auch ihre beiden Brüder Mason und Phoenix, sowie ihr Cousin Neo ihren Einstand im Ausstellungsring geben. Während mir die Nervosität und die eine oder andere Tasse Kaffee zu viel wohl nicht nur ins Gesicht geschrieben zu sein schienen, nahm der »Rennknödel« die vielen unbekannten Hunde, Geräusche und Gerüche in und um die Halle vollkommen gelassen. Gegen Mittag, nachdem die Jungs ihren Job bravourös gemeistert hatten, war es schließlich an uns – die darauf folgenden Minuten habe ich nur noch sehr vage in Erinnerung: Nell tänzelte leichtfüßig durch den Ring, während ich unsicheren Schrittes hinterher tappte, ließ sich geduldig das Gebiss begutachten, während ich versuchte, mir im Geiste ein Dreieck vorzustellen. Dass meine Füße wenig davon hielten dieses abstrakte Konstrukt auf den Hallenboden zu projizieren, um diesem zu folgen, muss wahrscheinlich nicht gesondert erwähnt werden – an der Ausführung hätte sich auch so nichts ändern lassen. Kurz und gut: Ich setzte schon einmal einen großen, gedanklichen Haken hinter unser Show-Debüt – vergaß dabei aber wohl, dass es hier nicht darum ging, meine aktuelle Verfassung, sondern den Eindruck, den mein Hund auf den Richter gemacht hatte, zu beurteilen. Deshalb war es wohl auch nur konsequent, dass mir so ziemlich alle Gesichtszüge entglitten, als uns die Ringhelferin auf den 1. Platz stellte.

Erkenntnis des Tages: Ein Dreieck ist kein Kreis. Und selten ein Handler vom Himmel gefallen.

RICHTERBERICHT (Dina von Hahn/D)
7 Monate alte Hündin mit typischem Kopf, dunkles Auge, gute Hals-Rückenlinie, gut gestellt und gewinkelte Hinterhand, gerade Front, schöne Gesamterscheinung.

16|05|2010 – CAC Wiesental (Jugendklasse) V

Mit einer guten Portion zusätzlichem Ringtraining starteten wir zu unserer ersten Ausstellung in der Jugendklasse. Im Gegensatz zu Verl hieß der ursächliche Grund meiner Nervosität nun nicht mehr Koffein, sondern ließ sich eindeutig auf die hohen Meldezahlen zurückführen: Mit sechzehn Hündinnen war die Jugendklasse nicht nur am stärksten besetzt, auch die Konkurrenz konnte sich sehen lassen. Dank dem Zuspruch von Yve, die mit Nells Tante Gliss angereist war, ging ich diesmal sehr viel entspannter in den Ring – bei der Zielsetzung, nur kein »Gut« kassieren zu wollen, konnte an sich auch nur wenig schief gehen. Alles lief wunderbar – Nell präsentierte sich von ihrer schönsten Seite – bis die Reihe an uns war, auf Anweisung der Richterin das bereits bekannte Dreieck zu laufen. Während ich, da lernfähig, konzentriert einen Fuß vor den anderen setzte, entschied Nell, dass irgendetwas auf der grünen Wiese olfaktorisch doch sehr viel interessanter sei, als mit mir eine Runde zu drehen – und blieb im selben Moment wie angewurzelt stehen. Nachdem ich mein »Trüffelschwein« davon überzeugen konnte, sich diesen Genuss doch für später aufzuheben, blickten wir beide mit einem Fragezeichen über den Köpfen zum Richtertisch (oder wahlweise: zum herrlich duftigen Rasenstück dazwischen) und erwarteten, was da kommen sollte.

Erkenntnis des Tages: Gegen den Zufall hilft selbst der schönste Plan nicht. Und Hundefutter gehört nicht auf den Rasen.

RICHTERBERICHT (Susanne Langhorst/D)
11 Monate alte Hündin, vorzüglicher Kopf, seitlich gesetzte, bewegliche Ohren, dunkelbraune Augenfarbe, vollzahniges Scherengebiss. Zeigt im Stand eine schöne obere Linie auf, sehr gut entwickelter Brustkorb. Vorzügliches Haarkleid, vorzügliches Wesen.

30|05|2010 – CACIB Giessen (Jugendklasse) SG4

Unsere erste Internationale Rassehundeausstellung – und als hätte das alleine nicht gereicht um butterweiche Knie zu bekommen, gesellten sich zum mittlerweile chronischen Lampenfieber noch ganz reale 38,5° hinzu. Trotz der totalen Dröhnung homöopathischer Hausmittel haderte ich bis zuletzt mit mir, ob ich es tatsächlich wagen sollte selbst in den Ring zu gehen – einfacher und nervenschonender wäre es ganz sicher gewesen, Nell von jemand anderem ausstellen zu lassen. Mmh … einfach? Nervenschonend? Bevor ich den Gedanken wirklich zu Ende gedacht hatte wurden wir auf den vierten Platz gestellt – Nell hatte mir kurzerhand nicht nur die Bedenken, sondern auch das Show-Programm aus der Hand genommen. Dass die Richterin gleich nach dem Händeschütteln aus dem Ring verschwand, um sich selbige zu waschen entlockte mir dann endlich ein halb erleichtertes, halb amüsiertes Grinsen.

Erkenntnis des Tages: Einem guten Hund ist es egal, ob deine Nase läuft. Ein guter Hund läuft für dich.

RICHTERBERICHT (Kerstin Selle/D)
12 Monate alte, korr. proportionierte Junghündin, korr. Kopf, bewegliche Ohren, guter Stop, vollständiges Scherengebiss, eine Idee knappe Halslänge, Brustkorb und Winkelungen dem Alter entsprechend gut entwickelt, breite Kruppe, noch etwas schmal in der Front, harmonisch in der Bewegung mit etwas hoher Rutenhaltung, freundliches Wesen.

04|07|2010 – CAC Siegen (Jugendklasse) SG

Sollte es eine Regel für unsere bisherige Ausstellungskarriere geben, so müsste sie wahrscheinlich lauten: »Keine Ausstellung ohne wohl überlegtes Handicap«. Entsprechend dieser Regel hatten wir uns im Fall der »Rassespezifischen Sonderausstellung Border Collie« wieder einmal für ein Novum entschieden und Nell kurzerhand das »ganz knappe Sommerkleidchen« übergestreift. Angesichts der glutheißen Temperaturen schien »Vollkommen Abgehaart« ohnehin das einzige Label zu sein, das von den hündischen Fashionsta als unbedingtes »Must-Have« gefeiert wurde. Kurzum: Mit einer halben Portion Hund drehte ich eine Runde durch den Ring, drehte – nach Anweisung des Richters – eine weitere und gehörte schlussendlich zur mittelmäßigen Mehrheit, die zähneknirschend mit einem »Sehr Gut« den Ring verließ.

Erkenntnis des Tages: Manchmal hat »Siegen« eben nichts mit »Gewinnen« zu tun.

RICHTERBERICHT (Bob Tunnicliff/GB)
13 Monate alte Hündin, femininer Kopf. Gerade Front, jedoch etwas schmal. Bewegt sich stabil, allerdings zu wenig raumgreifend und mit zu wenig Schub. In einwandfreiem Zustand präsentiert, gutes Temperament.

17|07|2010 – CAC Sachsenheim (Jugendklasse) V

Für einen gelungenen Familienausflug nehme man: Eine vierköpfige Familie, ganz klassisch bestehend aus Vater, Mutter und zwei Kindern, einen Kleintransporter mit intaktem Navigationsgerät, zwei Stunden kalkulierte Fahrtzeit und mindestens drei Hunde, die sich großzügig über den Kleintransporter verteilen. Kurzentschlossen hatten wir – wir meint in diesem Fall die bereits eingangs erwähnte Mutter und den entsprechend zugehörigen Sohn, also mich – nach unseren »sehr guten« Erfahrungen in Siegen zwei Wochen zuvor noch für Sachsenheim gemeldet. Der Tag war sonnig, selbst die Schwester erstaunlich gut aufgelegt – kein Grund also, sich Sorgen zu machen. Während die Stunden verstrichen und sich sowohl Mutter, als auch Sohn mit ihren »Showknollen« das verdiente »Vorzüglich« abgeholt hatten, verfinsterte sich der strahlend blaue Himmel im Verlauf des Tages zunehmend, so dass rechtzeitig zur Kürung der Klassensieger das schönste Gewitter über dem Sachsenheim-Ring nieder ging. Dem triefnassen Tagessieger gebührte folglich nicht nur der entsprechend größte Pokal, sondern zweifelsohne auch das Fleißabzeichen für vorbildliche Schussfestigkeit.

Erkenntnis des Tages: Wer als Rassebester im Regen steht, sieht auch nicht anders aus als ein nasser Hund.

RICHTERBERICHT (Felix Cosme/GB)
13 Monate alte Hündin. Femininer, viel versprechender Kopf. Schön geformtes Auge mit schöner Augenfarbe. Ausreichende Halslänge, gute, gerade Oberlinie, gerade Front. Wünschenswert wären beweglichere Ohren und etwas deutlicher ausgeprägte Winkelungen. Bewegt sich gut.

08|08|2010 – CACIB Ludwigshafen (Jugendklasse) SG2

Ludwigshafen liegt am Rhein, gleich gegenüber von Mannheim. Und das ist auch eigentlich schon alles, was es zu sagen gibt.

Erkenntnis des Tages: When the showing gets tough, the tough go shopping.

RICHTERBERICHT (Kerstin Selle/D)
14 Monate alte, zur Zeit in der Umhaarung befindliche Junghündin mit guten Gebäudeproportionen, femininer Kopf, vollständiges Scherengebiss, sehr gute obere Linie, der Brustkorb sollte noch etwas tiefer werden und die Winkelungen ausgeprägter, in der Bewegung geradlinig, zeigt sich aufmerksam und freundlich.

23|01|2011 – CAC Verl-Kaunitz (Zwischenklasse) V3

Feines Pipi! Man sollte meinen, dass Menschen, deren Lebenslauf sich durch die einmalige Erfahrung auszeichnet, in Unterhosen – und heimlich von den Nachbarn beobachtet – einem acht Wochen alten Welpen durch den Frühtau gefolgt zu sein, nichts mehr peinlich ist. Und dennoch ziehe ich es vor, mich bei den samstäglichen Spaziergängen, die auf eine Ausstellung am darauffolgenden Sonntag vorbereiten, eher fünf Mal davon zu überzeugen, dass kein anderer Spaziergänger meinen Weg kreuzt. Nicht etwa, weil Ringtraining für den Aussenstehenden – ähnlich wie das Abgehen des Agility-Parcours – immer aberwitzig aussehen muss, sondern schlicht und ergreifend, weil die Beantwortung der Fragen, was man a.) da gerade treibe, b.) damit bezwecke und c.) ein Border Collie doch ganz schön anstrengend sei, auf die Dauer ziemlich lästig wird.

Um ihr Gangwerk optimal präsentieren zu können, muss Nell entsprechend frei geführt werden. Will heißen: Große Schritte, ein eher flottes Tempo – und laufen lassen. Klingt einfach? Das dachte ich auch. Seitdem ich mich allerdings auf einem jener samstäglichen Spaziergänge selbst davon überzeugen durfte, dass das mit dem »Laufen lassen« doch sehr viel schwerer zu bewerkstelligen ist, wenn das Versuchsobjekt (N) der Versuchsperson (D), dank Fußarbeit, konsequent am Hacken klebt, weiß ich es besser. Ich korrigiere: Ich dachte, es besser zu wissen.

Als sich am Sonntag schließlich die letzte Gelegenheit bot, den leeren Ausstellungsring mit einer Trainingsrunde zu bespielen, liess ich es – aus einer Laune heraus – doch noch einmal darauf ankommen. Und fast so, als hätte es die vorausgegangene – und leider fehlgeschlagene – Versuchsanordnung nie gegeben, lief es plötzlich. Mit einer lustigen Sprechblase über dem Kopf, die bedeutungsschwanger schaukelte, schwebte Nell an mir vorüber und strahlte Dirk an ihrer Seite an: »Du hast zwar keine Ahnung, was du hier tust – aber hör’ bloß nicht damit auf«.

Ich weiß nicht, warum ich bisher immer angenommen habe, die Rolle des Zuschauers sei wesentlich leichter auszufüllen – denn das ist sie nicht. Indes Dirk und Nell als Erste den Ring betraten, zwei Runden beschrieben und sich zur Einzelbewertung aufstellten, versuchte ich mich – vergeblich – damit zu beschäftigen, den Fotoapparat ruhig zu halten. Dass mir auch in der Folge kaum ein scharfes Foto gelungen ist, muss zweifelsohne der Fassungslosigkeit zugerechnet werden, die nicht nur von meinem, sondern auch von Dirks Gesicht Besitz ergriff, als die Richterin ihn auf den dritten Platz gestikulierte. Und während Herr und Hund um die Wette grinsten, sammelte sich in meinen Augenwinkeln etwas, das hemmungslos glitzerte. Feines Pipi!

Erkenntnis des Tages: Manchmal muss man den Plan ändern, um anzukommen.

RICHTERBERICHT (Gloria Wagner/LUX)
Schöne 19 Monate alte Hündin mit schönem Ausdruck und korrektem Scherengebiß, korrekte Rutenlänge, schönes Gebäude und Gangwerk.

13|03|2011 – CACIB Offenburg (Zwischenklasse) V2 Res. CAC

Auf dem Weg zur Zuchthündin gilt es, verschiedenartige kleine und große Hürden zu nehmen. Man trabt gemächlich los, glaubt, man wisse wie »es läuft« und stellt nach ein paar Schritten fest, dass man zwar »laufen« und doch nicht »Laufen« kann. Man verschenkt einige Erfolge bis sich die Erkenntnis einstellt, welche Schritte nötig sind – und entdeckt währenddessen, dass es, bei allem Lernwillen, vor allen Dingen eine Lektion zu lernen gilt: Abzuwarten, auszusitzen.

Das mir das »Aussitzen« am Tag der Körung nicht so recht gelingen wollte ist, angesichts der Tatsache, nicht selbst dabei sein zu können, allerdings weit weniger verwunderlich als die Leichtigkeit, mit der die beiden eigentlichen Protagonisten den Ausstellungstag absolvierten.

Was Dirk in Offenburg erlebte

Ich war recht unbefangen, hing von dieser Ausstellung meiner Meinung nach doch nichts besonderes ab. Rauchen, ratschen und zwei, drei Runden im Ring. Als man mir allerdings in einem Nebensatz erklärte, dass der ankörende Richter in der Regel seinen eigenen Bericht zur Körung nutzt, breitete sich schliesslich doch ein seltsam flaues Gefühl in meiner Magengegend aus, das sich beim besten Willen nur als Aufregung ausdeuten liess. Nachdem die Rüden ihre Gelegenheit bekommen hatten im Showring zu glänzen, war es an der Zeit, meinen mitgebrachten – und mittlerweile fest schlafenden – Hund aus der Box zu befreien. Nicht gerade glücklich mit dem vorzeitigen Ende der Siesta, meinte Nell im Ring angekommen auch erst mal, sie sei viel zu müde um zu stehen – liegen und sitzen seien ihr eher genehm. Als es an uns war loszulaufen, zeigte sie sich aber schliesslich von ihrer besten Seite – und nach zwei weiteren raumgreifenden Runden durften wir uns, zu meinem großen Erstaunen, auf den zweiten Platz stellen. Das Absolvieren der ersten Hürde des Tages quittierten Herr und Hund mit einem breiten Grinsen – bestes Ergebnis bisher – um sich anschliessend beim Anstehen an der zweiten Hürde erst die Zähne aus- und später gerne sonstwohin zu beißen. Was stand noch gleich im Richterbericht? Vor lauter Aufregung und den vielen, für mich unbekannten Variablen, hatte ich den Bericht nämlich gar nicht gelesen und – schwups – hatte Herr Wibier ihn mir nach der Körung auch schon wieder entrissen und zu den Unterlagen gepackt …

Schwups – sind zwei Monate vergangen. Ich halte den Körbericht in den Händen und lächle. Sehr zufrieden.

Erkenntnis des Tages: Nur Geduld. Gut Ding will schliesslich Weile haben.

RICHTERBERICHT (Mark Wibier/D)
21 Monate, feminin, schöner Rassetyp, guter Kopf, Augen und Ohren, schöner Ausdruck, Scherengebiss, guter Hals muss im Rücken noch stärker werden, gute Winkelungen, guter Brustkorb, gute Lendenpartie, gute Knochen, korrekte Rute, raumgreifendes und flottes Gangwerk, wobei vorne noch etwas lose, freundliches Verhalten.

14|05|2011 – CAC Sachsenheim (Zwischenklasse) V2 Res. CAC

Wer ist Seamus Oates? Es gibt im Ausstellungsgeschehen nicht oft Namen, die man gar nicht zuordnen kann. Es gibt Namen, die man schon als Neuling bald kennt und Namen, die man seltener liest – die aber immerhin mit dem einen oder anderen Ergebnis verknüpft werden können. Klingt das nach Kalkül? Nach Berechnung? Meinetwegen. Neben dem Ringtraining, einige Wochen, und dem Grooming, einige Tage vor einer Ausstellung, gehört es für den nicht ganz blauäugigen Aussteller ganz sicher mit zur Vorbereitung, sich über die Vorlieben des Richters zu informieren. Welchen Typ bevorzugt dieser? Welche Punkte spricht der Richterbericht an? Wie gleichmäßig verhält sich das Gewicht von sehr guten zu vorzüglichen Bewertungen? Das es dabei nicht nur darum geht, die objektiven Chancen des eigenen Hundes besser einschätzen zu können, sondern ganz sicher auch immer um ein Beruhigungsmittel für die eigenen Nerven, dürfte offensichtlich sein. Im Falle des Richters, der zur Ausstellung in Sachsenheim geladen worden war, blieb uns diese Portion Valium allerdings versagt – denn abgesehen von seiner irischen Herkunft und der Tatsache, dass er selbst langjähriger Züchter von Bernhardinern und englischen Bulldoggen ist, förderten die angestellten Recherchen rein gar nichts zu Tage.

Mit Eberhard Kamsat, dem Züchter von Nells viel zu früh verstorbenen Vater Cid, hatte ich im Vorfeld die Vereinbarung getroffen, früh genug in Sachsenheim einzutreffen – zum einen, um ihm Nell vorstellen, zum anderen, um vielleicht den einen oder anderen Tipp eines langjährigen, erfolgreichen Ausstellers mitnehmen zu können. Das sich dieser Plan allerdings nicht mit dem Zyklus der auszustellenden Hündin vereinbaren lassen würde, die den Beginn ihrer Blutung, passend zum Beginn der Ausstellungssaison, um vier Wochen nach hinten verlegte, war nicht abzusehen. Nachsichtig mit den anwesenden Rüden reisten wir also mit deutlicher Verspätung an. So deutlich, dass kaum genug Zeit blieb, um unseren Hund auf den Ring vorzubereiten. Der mangelnden Vorbereitung – und eindeutigen Äußerung der Unlust seitens des Hundes – zum Trotz, schlug sich das Mensch-Hund-Team im Ring dann aber doch recht wacker: Nell liess zwar etwas an Schnelligkeit vermissen und auch die Rute setzte, nachdem sie mich am Rande des Rings entdeckt hatte, zu einem freudigen Wedeln an – schlussendlich durften wir uns aber doch über einen verdienten zweiten Platz und vorzüglichen Bericht freuen. The best is yet to come.

Erkenntnis des Tages: Wer ins kalte Wasser springt kann trotzdem schwimmen.

RICHTERBERICHT (Seamus Oates/IRL)
Nice head, good ear set, dark eyes, good stop, good bite, strong neck, nice straight front, deep chest, good topline, good hindquartes, moving well.

22|05|2011 – CAC Wiesental (Zwischenklasse) V

Unsere letzte Ausstellung mit Nell in der Zwischenklasse: Gefühlte 40°C im Schatten, nicht der kleinste Windhauch und ein Ausstellungsring, der sich, dem Grad seiner Neigung nach zu urteilen, hervorragend als Sommerrodelbahn hätte eignen können. Nach zwei Tagen intensivem Training mit Thomas Behrendt waren die Erwartungen an unseren Hund ohnehin nicht allzu hoch – und angesichts der Tatsache, dass der unebene Grund selbst den routiniertesten Ausstellern arge Probleme zu bereiten schien und kaum ein Hund sein Gangwerk optimal präsentieren konnte, war zusätzlich ein wenig Druck von unseren Schultern genommen. Nell machte ihre Sache schließlich gut, konnte den Richter allerdings, als dieser zwischen zwei Hündinnen und der letzten zu vergebenen Platzierung zu entscheiden hatte, nicht ganz von sich und ihrem Ausdruck überzeugen.

Erkenntnis des Tages: Stehst du noch, oder »stackst« du schon?

RICHTERBERICHT (Harald Steinmetz/D)
Feminine, schwarz-weiße Hündin, schöner Kopf und Ausdruck, korrekt platzierter Stopp, flacher Oberschädel, Ohren etwas seitlich angesetzt, sehr schön eingesetzte, ovale Augen. Haarkleid von korrekter Textur mit schöner Unterwolle, korrekte Farbe. Ein Idee steil auf der Hinterhand, recht flott in der Bewegung, ruhiges, ausgeglichenes Wesen.

22|05|2011 – CAC Bad Salzhausen (Offene Klasse) SG4

Was wir in Bad Salzhausen erlebt haben, ist hier nachzulesen.

RICHTERBERICHT (Geoff Duffield/GB)
Very feminine black and white bitch, very sweet eye and expression, balanced head, very good overall making shape, good length of back, good movement spoilt by very high tail.

15|04|2012 – CAC Wiehl (Offene Klasse) V3

Was wir in Wiehl erlebt haben, ist hier nachzulesen.

RICHTERBERICHT (Heike Bilsheim/D)
Knapp drei Jahre alte Hündin, sehr schöne Gesamterscheinung. Korrekte Kopfproportionen, vollzahniges Scherengebiss. Sehr gute Hals-Rücken-Linie, korrekte Brusttiefe und Winkelungen. Flüssig in der Bewegung, sehr freundliches Verhalten.

26|08|2012 – CAC Bergheim (Offene Klasse) SG4

Was wir in Bergheim erlebt haben, ist hier nachzulesen.

RICHTERBERICHT (Mark Wibier/D)
Drei Jahre alte Hündin, guter Rassetyp, passende Proportionen, korrekter Kopf, Augen und Ohren, schöner Ausdruck, gute Winkelungen, guter Rücken, guter Brustkorb, kräftige Knochen, kurze Kruppe, hoch getragene Rute, bewegt sich mit gutem Vortritt und Schub, zeigt sich in der Bewegung besser als im Stand, wo sie unsicher ist, freundliches Verhalten.

01|09|2012 – CACIB Gießen (Offene Klasse) V3

Was wir in Gießen erlebt haben, ist hier nachzulesen.

RICHTERBERICHT (Regina Blessing/D)
Drei Jahre alte, elegante schwarz-weiße Hündin, femininer Kopf mit etwas abfallendem Oberschädel, dunkelbraune Augen, korrekte Schere, sehr gute obere Linie, korrekte Vorbrust und korrekter Brustkorb, gepflegtes tiefschwarzes Haarkleid, flottes müheloses Gangwerk, sehr aufgewecktes Verhalten.

19|01|2014 – CAC Verl-Kaunitz (Offene Klasse) SG

Was wir in Verl erlebt haben, ist hier nachzulesen.

RICHTERBERICHT (John Wauben/NL)
Viereinhalb Jahre alte, gut entwickelte Hündin, gute Größe, femininer Kopf, Augen etwas rund, fester Rücken, Winkelungen sollten stärker sein, Schulterblatt weiter vorne, guter Brustkorb, sehr gutes Temperament und Muskeln. Die Rute wird etwas hoch getragen, sollte in der Bewegung kräftiger sein.