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In News Urlaub mit Hund

Brøadmeadows, Danmark

19. August 2011
Far­vel, Tysk­land! Bis in zwei Wochen!

Broadmeadows macht Urlaub – zwei Wochen Strand und Meer, vielleicht etwas Sonne und auf jeden Fall mit Hund: Dänemark, wir kommen!

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6. Juni 2011
Urlaub mit Hund in Dänemark, Border Collie im Hundewald
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21. August 2011

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© Johannes Willwacher

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    Dirk Eulberg

    Dirk Eulberg (*1972)
    Erzie­her in einem Kin­der- und Jugend­heim (Cari­tas)

    Ich arbei­te in einem Kin­der- und Jugend­heim. Die Hun­de sind dort Teil des All­tags – sie kom­men mit, wenn sie möch­ten (oder bes­ser: wenn ich es möchte).

    Mei­ne kyno­lo­gi­schen Kennt­nis­se? Sind eher am Aus­stel­lungs­ring ori­en­tiert. Ich kann lau­fen, stel­len und die Hun­de im Ring gut aus­se­hen las­sen – meis­tens jeden­falls. Alles, was dar­über hin­aus­geht – Stamm­bäu­me, Gene­tik, Wel­pen­an­fra­gen – über­las­se ich ger­ne ande­ren. Das hat sich bewährt. Und bis­lang auch nicht geschadet.

    Genau­so wie der küh­le Kopf, den ich auch dann behal­te, wenn es unter der Geburt ein­mal hek­tisch wird.

    Johannes Willwacher

    Johannes Willwacher

    Johannes Willwacher (*1979)
    Diplom-Desi­gner und neben­be­ruf­li­cher Fotograf

    Seit fast zwan­zig Jah­ren arbei­te ich in einer Wer­be­agen­tur in Frank­furt am Main – inzwi­schen aber fast aus­schließ­lich im Home Office, was weni­ger mit mir als mit den Hun­den zu tun hat.

    Ich schrei­be, gestal­te und foto­gra­fie­re also – auch das, was es hier zu lesen und zu sehen gibt. Gleich­zei­tig bin ich der­je­ni­ge, der unse­re Wür­fe plant – der viel­leicht ein biss­chen mehr kyno­lo­gi­sches Fach­wis­sen mit­bringt –, und am Ende auch der­je­ni­ge, der ent­schei­det, wer einen unse­rer Wel­pen mit nach Hau­se neh­men darf.

    Seit 2022 bin ich 1. Vor­sit­zen­der der Lan­des­grup­pe Hes­sen im Club für bri­ti­sche Hüte­hun­de e.V., seit 2025 außer­dem 1. Vor­sit­zen­der des VDH Lan­des­ver­bands Hes­sen e.V. Wenn irgend­wo Ver­ant­wor­tung ver­teilt wird, hebe ich offen­bar ganz ger­ne die Hand.

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    Johannes Willwacher u. Dirk Eulberg
    Bahnhofstraße 32 | 56477 Rennerod
    Telefon 02664 9116406 (ab 19 Uhr)
    Mobil 0171 5138103
    info@broadmeadows.de
  • Archiv
Stein für Stein Unse­rem L-Wurf zum 1. Geburtstag: Stein für Stein

Unserem L-Wurf zum 1. Geburtstag: Warum manche Hunde schon erstaunlich erwachsen wirken – und andere noch mitten auf ihrer ganz eigenen Baustelle stehen.

I don’t wanna go to school
I just wanna break the rules.
Charli xcx (2014)

Es gibt Hunde, die man sich mit einem Jahr anschaut und denkt: »Da ist alles, wo es hingehört. Da passt alles zusammen.« Und dann gibt es die, denen man ansieht, dass sie noch immer am liebsten mit Legosteinen spielen. Bei denen alles noch so unfertig, so eindrucksvoll jugendlich wirkt, als hätte jemand beschlossen, sich aus den besagten Legosteinen sein Traumhaus zu bauen – und wäre mittendrin zum Abendessen gerufen worden.

Es ist ja nicht so, dass etwas fehlen würde. Im Gegenteil. Die Beine sind da. Der Kopf auch. Die Ohren – meistens jedenfalls. Nur scheint der Bauplan nicht jedem bekannt zu sein, der hier und da ein paar Steine ergänzt. Heute wächst der Brustkorb. Morgen die Beine. Übermorgen plötzlich der Kopf. Und während man sich gerade daran gewöhnt hat, dass vorne jetzt alles erstaunlich erwachsen aussieht, erinnert einen der Rest des Hundes daran, dass man es doch immer noch mit einem Teenager zu tun hat. Mit einem, der manchmal wirkt, als hätte er endlich begriffen, wie dieser Körper funktioniert – und im nächsten Moment erschrocken feststellt, dass der eigene Schwanz hinter ihm herläuft.

Vielleicht ist das überhaupt das Schönste am ersten Geburtstag. Dass er noch kein Versprechen einlösen muss. Ein Jahr ist kein fertiger Hund. Es ist eher eine Zwischenbilanz. Ein kurzer Blick auf die Baustelle, bei dem man schon ziemlich gut erkennen kann, was einmal daraus werden soll – auch wenn hier und da noch ein paar Legosteine fehlen, weil sie irgendjemand in die falsche Kiste gepackt hat.

Roma uno die non est condita. Es hat vermutlich einen guten Grund, warum die Natur sich mit dem Erwachsenwerden so viel Zeit lässt. Wer mit einem Jahr schon fertig wäre, hätte danach schließlich nicht mehr viel vor. Also wachsen Hunde weiter. Erst in die Höhe. Dann in die Breite. Irgendwann in den Kopf. Und mit etwas Glück irgendwann auch in ihre Ohren.

Und jetzt: geht spielen. Falls ihr Fünf überhaupt so lange zugehört habt.
Broad­mitt­wochs #19 Geschwis­ter, sagt man, erkenne Broadmittwochs #19

Geschwister, sagt man, erkennen sich zeitlebens am Geruch. Was aber nicht zwingend bedeutet, dass sie sich auch zeitlebens riechen können. Das Wiedersehen – von den wohlmeinenden Besitzern von langer Hand geplant – kann deshalb manchmal auch ganz anders ausfallen, als man es sich vorher ausgemalt hat. Statt Ähnlichkeiten zu beobachten – in der Körpersprache, vielleicht, oder anderen Kleinigkeiten, von denen man immer dachte, sie seien nur dem eigenen Hund zu Eigen –, hat man plötzlich alle Hände voll damit zu tun, den einen Stinkstiefel vom anderen fern zu halten. 

Zum Glück sind aber nicht alle Geschwister so, dass sie beim Wiedersehen erst einmal die Rangordnung neu verhandeln müssen. Zum Glück machen die meisten ganz einfach das, was Hunde eben machen. Sie beschnuppern sich. Sie lesen den anderen. Um dann – beinahe ein bisschen gleichgültig – nebeneinander her zu laufen. Weil die Vorstellung, dass eine gemeinsame Vergangenheit automatisch auch eine gemeinsame Gegenwart erzeugt, viel zu menschlich ist. Und Hunde lieber die Abkürzung nehmen. 

Ich für meinen Teil hätte mir eine solche am vergangenen Freitag auch gewünscht. Das nicht wegen der Hunde – Halo und Levi hatten ziemlich schnell beschlossen, dass der jeweils andere schon irgendwie in Ordnung sei –, und auch nicht wegen Daniela, mit der ich den Besuch schon im vergangenen Jahr geplant hatte. Sondern weil auch Menschen dazu neigen, manches zu vergessen. Nicht unbedingt die eigenen Geschwister. Aber dafür zum Beispiel, wie anstrengend eine Wanderung sein kann – insbesondere dann, wenn man die Strecke zuletzt vor mehr als zehn Jahren gelaufen ist.

Also: zwei Geschwister. Also: das Weltende. Das im Westerwald erfreulicherweise deutlich idyllischer ausfällt, als der Name vermuten lässt. Und an dem man nur über ein paar Steine hüpfen muss, um in die Wirklichkeit zurückzukehren. Oder besser: auf einen ebenen, asphaltierten Weg, der genau dorthin zurückführt.

Und die Wirklichkeit sagt: Es ist nicht entscheidend, woher jemand kommt. Sondern ob man bereit ist, ein Stück gemeinsam zu gehen.
Unse­rem K-Wurf zum 2. Geburts­tag Viel­leicht ist e Unserem K-Wurf zum 2. Geburtstag

Vielleicht ist es so, dass das erste Jahr im Leben eines Hundes immer auf der Suche nach dem zweiten ist. Weil sich ein Jahr – so wie ein Mensch, ein Hund, ein Fruchtjoghurt – ganz furchtbar alleine fühlt, so lange kein zweites daneben steht. Vielleicht kann ein einzelnes Jahr deshalb gar nicht richtig Jahr sein. Ein gutes Jahr. Ein vernünftiges Jahr. Ein Jahr, mit dem man etwas anfangen kann. Vielleicht wirkt das erste deshalb immer ein wenig gehetzt, ein wenig suchend, ein wenig unzufrieden. Weil es sich erst dann ganz, erst dann komplett fühlt, wenn das zweite mit einer brennenden Geburtstagskerze neben ihm steht.

Das würde vieles erklären. Zumindest, warum ein zweijähriger Hund ganz plötzlich viel vernünftiger wirkt, als noch vor 365 Tagen. Menschen brauchen deutlich länger, bis sich aus eins und eins so etwas wie geistige Reife ergibt. Und beim Fruchtjoghurt scheitert die Theorie schon am Mindesthaltbarkeitsdatum. Bleiben wir also bei den Hunden. Bleiben wir beim zweiten Geburtstag. Oder besser: bei dem, was sich mit einem Mal richtig anfühlt.

Denn irgendetwas passiert tatsächlich. Nicht bei jedem Hund gleich. Nicht am Morgen des Geburtstags, pünktlich um halb acht. Aber wer viele junge Hunde erlebt hat, der kennt diesen Moment. Nicht den Tag. Den Moment.

Plötzlich ist da ein Hund, der nicht mehr auf jede Bewegung reagiert, als hinge das Schicksal der Welt davon ab. Einer, der sich selbst einen Augenblick länger Zeit lässt, bevor er entscheidet. Der nicht weniger neugierig ist als vorher, aber ein kleines bisschen sicherer. Ein kleines bisschen gelassener. Als hätte irgendwo tief drinnen jemand einen Schalter umgelegt, von dessen Existenz niemand etwas wusste.

Natürlich stimmt das biologisch alles nicht. Da wird kein zweites Jahr fertig montiert und neben das erste gestellt. Hormone, Erfahrungen, Reifung – die Erklärungen sind deutlich weniger poetisch. Aber sie sind auch ein gutes Stück langweiliger.

Deshalb belassen wir es dabei, dass mit Zwei Romeo endlich seine Julia findet. Holmes seinen Watson. Therese Giehse ihre Erika Mann. Und dass man das am besten feiert. Mit einem Fruchtjoghurt, vie
Broad­mitt­wochs #18 Ges­tern habe ich Halo einen Ho Broadmittwochs #18

Gestern habe ich Halo einen Hortensienkopf aufgesetzt. Keine Sorge – sie hat das mit der Gelassenheit eines Hundes über sich ergehen lassen, der längst akzeptiert hat, dass Menschen ziemlich viele Dinge tun, die aus Hundesicht überhaupt keinen Sinn ergeben. Interessant war aber ohnehin nicht der Blumenkranz. Interessant war, was danach passierte. Denn plötzlich war Halo nicht mehr einfach nur Halo. Sie war zart. Fast märchenhaft. Dieselbe Hündin, dieselben Augen, dieselbe Nase. Nur ein paar hundert Blüten mehr auf dem Kopf – und aus derselben Hündin wurde plötzlich eine ganz andere Geschichte.

Der Blumenkranz funktioniert dabei nicht anders als jedes andere Etikett. Ob Uniform, Parteibuch, Vereinslogo oder Vorurteil – sie alle sagen zunächst nichts über den Menschen aus. Sie sagen etwas darüber aus, was wir in ihm zu sehen glauben. Genau das tun Etiketten ständig. Sie verändern nicht den Menschen. Sie verändern die Geschichte, die wir über ihn erzählen. Und irgendwann kennen wir nicht mehr den Menschen, sondern nur noch unsere eigene Erzählung.

Das geschieht selten mit böser Absicht. Im Gegenteil. Geschichten helfen uns, eine komplizierte Welt zu ordnen. Sie beantworten Fragen, bevor wir sie gestellt haben. Sie erklären Menschen, bevor wir sie kennengelernt haben. Und sie geben uns das angenehme Gefühl, bereits zu wissen, mit wem wir es zu tun haben. Das Problem ist nur: Wirkliche Menschen halten sich selten an die Rollen, die wir für sie geschrieben haben.

Vielleicht ist das auch der Grund, warum manche Debatten irgendwann festgefahren sind. Sobald ein Etikett klebt, scheint alles Weitere bereits entschieden zu sein. Dann spricht nicht mehr der Züchter, sondern der Lobbyist. Nicht mehr der Tierarzt, sondern der Aktivist. Nicht mehr der Politiker, sondern das Parteibuch. Das eigentliche Argument wird gar nicht mehr geprüft, weil die Geschichte über den Menschen längst geschrieben ist. Und wer versucht, einen anderen Aspekt ins Gespräch zu bringen, gilt nicht selten als jemand, der ablenken will. Dabei wollte er vielleicht nur daran erinnern, dass Wirklichkeit selten so eindimensional ist wie die Etiketten, d
Con­fes­si­ons Unse­rem I-Wurf zum vier­ten Geburtstag Confessions

Unserem I-Wurf zum vierten Geburtstag. Über rote Kleider, Rückblicke und Ranglisten. Und wo sich sechs Welpen zwischen alldem wiederfinden.
Broad­mitt­wochs #17 Ges­tern, nach der Morgenrunde. Broadmittwochs #17

Gestern, nach der Morgenrunde. Ich habe mich gerade unter das Sonnensegel gesetzt, das ich behelfsmäßig im Hof aufgespannt habe – eine frisch aufgebrühte Tasse Kaffee in der einen, das Smartphone in der anderen Hand –, und möchte mich noch ein bisschen über die Kommentare unter einem Beitrag aufregen, den ich auf Facebook entdeckt habe, als ein blutüberströmter Hund vor mir steht. Zumindest meine ich das, im allerersten, leicht panischen Moment. Bevor ich also erkenne, dass das feuchte Rot, das sich einmal um die Brust und zweimal über die weiße Halskrause zieht, gar kein Blut ist, denke ich: »Toll, dass das ausgerechnet diese Woche passieren muss. Dann, wenn der Mann mit der Wohngruppe auf Freizeit ist und ich mit den Hunden alleine bin.«

Es waren Johannisbeeren. Love hatte sich mit bemerkenswerter Gründlichkeit darin gewälzt.

Es ist erstaunlich, wie wenig Informationen das Gehirn manchmal braucht, um sich den Rest dazuzuerfinden. Ein bisschen Rot. Ein schwarz-weißer Hund. Der Satz »Das kann nichts Gutes sein.« Und schon läuft im Kopf ein kompletter Katastrophenfilm ab. Wo kommt das Blut her? Muss ich in die Tierklinik? Wer versorgt in der Zeit die anderen Hunde? Der Puls wird warm. Der Kaffee kalt. Und all das wegen einer Handvoll Johannisbeeren, die ihren letzten großen Auftritt vermutlich schon hinter sich glaubten.

Eigentlich ist das eine bemerkenswerte Eigenschaft des Menschen. Wir können mit erschreckend wenigen Informationen ganze Wirklichkeiten erschaffen. Das macht uns zu hervorragenden Geschichtenerzählern. Leider aber auch zu ziemlich mittelmäßigen Zeugen.

Vielleicht hat mich deshalb dieser Facebook-Beitrag auch so beschäftigt. Nicht einmal der Beitrag selbst. Sondern die Kommentare darunter. Menschen, die aus zwei Sätzen den Untergang unserer Kultur ableiten. Vielleicht sollten wir alle uns angewöhnen, innerlich einmal »Johannisbeeren« zu sagen, bevor wir empört sind. Nur für den Fall, dass die Wirklichkeit wieder einmal deutlich harmloser ist als die Geschichte, die wir gerade über sie erzählen.
Wes­sen Wis­sen­schaft? Der Streit um die Hundezucht Wessen Wissenschaft?

Der Streit um die Hundezucht ist längst mehr als ein Streit über Hunde. Er zeigt, wie Wissenschaft entsteht – und wie schnell sie vereinnahmt wird.

Science never gives up searching for truth, 
since it never claims to have achieved it.
John C. Polanyi, in: On being a scientist (2001)
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© Johannes Willwacher

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