04|05|2012 – Sie­ben Tage, Son­nen­schein!

Was sich in der ers­ten Träch­tig­keits­wo­che einer Hün­din ereig­net, mag sich auch dem geüb­ten Blick nicht offen­ba­ren. Jener Blick dreht und wen­det, nichts des­to trotz, und möch­te in die­sem oder jenem Ver­hal­ten fei­ne Ver­än­de­run­gen beob­ach­tet haben – einen roten Faden, sozu­sa­gen, der sich viel­sa­gend durch die ers­ten Tage zieht und nichts ande­res zulässt, als von »guter Hoff­nung« zum einen, und sich tei­len­den Zell­ker­nen zum ande­ren zu spre­chen (dem weit weni­ger pro­sai­schen Lehr­buch gemäß).

»Sie spielt so ver­hal­ten«, hört man sich sagen, »sie son­dert sich ab«. Und weil das noch nicht reicht spinnt man wei­te­re Fäden, vom Ges­tern ins Heu­te und wie­der zurück. Sagt: »Ges­tern, da ist sie, lang vor allen ande­ren, in die Federn ver­schwun­den – das tut sie sonst nie!« Und hofft, dass zumin­dest einer der losen, blass­ro­ten Fäden, im Mor­gen dort anknüpft, wo Gewiss­heit liegt.

© Johannes Willwacher