Joey, Broadmeadows Black Diamond, auf Norderney
Joey, Broad­me­a­dows Black Dia­mond, auf Nor­der­ney

Urlaubsfotos bedeuten immer zweierlei: Neid und Bewunderung. Warum ist das so – und warum überwiegt meistens Letzteres? Über Welpen, Strand und mehr.

Wis­sen sie, was am Züch­ter­da­sein wirk­lich läs­tig ist? Dass man sich regel­mä­ßig die schöns­ten Urlaubs­fo­tos sei­ner Nach­zuch­ten anschau­en muss, wäh­rend man sich selbst nur dar­auf beru­fen kann, auch den letzt­jäh­ri­gen Jah­res­ur­laub mit dem Put­zen des Wel­pen­zim­mers ver­bracht zu haben. Ver­ste­hen sie mich nicht falsch – natür­lich ist mir bewusst, dass die Ent­schei­dung Hun­de zu züch­ten immer auch Abstri­che ver­langt und dass die­se zumeist das eige­ne Zeit- und Urlaubs­kon­to betref­fen, ein Züch­ter also im Vor­aus sehr genau weiß (oder bes­ser: wis­sen soll­te), auf was er sich ein­lässt – beknackt ist es trotz­dem. So ein biss­chen. Son­ne, Strand und Meer sind eben immer schö­ner, als Pipi und Kacka. Und erhol­sa­mer – denn, auch wenn die Wel­pen­auf­zucht einem emo­tio­nal viel zurück­gibt, bleibt sie phy­sisch und psy­chisch doch immer eine Her­aus­for­de­rung – sowie­so. Urlaubs­fo­tos schaut man sich des­halb wohl immer ein wenig zwie­ge­spal­ten an: hier ein biss­chen Neid, da ein biss­chen Bewun­de­rung. Zum Glück über­wiegt meis­tens das Letz­te­re. Der Hund, der sich dort am Strand ver­gnügt, ist schließ­lich der Wel­pe, dem man irgend­wann ein­mal ein Stück des eige­nen Her­zens mit­ge­ge­ben hat – und damit tobt auch ein Stück des eige­nen Her­zens im Son­nen­un­ter­gang durch den Sand. Wenn man sich das – als Man­tra, sozu­sa­gen – drei­mal täg­lich vor­sagt, dann glaubt man irgend­wann auch dar­an.

Joey (Broad­me­a­dows Black Dia­mond) und Nor­der­ney – eine Lie­be für’s Leben. Ein herz­li­ches Dan­ke­schön an sei­ne Zwei­bei­ner, die uns mit vie­len tol­len Fotos dar­an teil­ha­ben las­sen!

© Johannes Willwacher