02|04|2018 – Uta und Buddy (Broadmeadows Body and Soul)
02|04|2018 – Uta und Bud­dy (Broad­me­a­dows Body and Soul)

Bei schönem, sonnigem Wetter haben wir uns mit den Besitzern unserer Nachzuchten wieder einmal zum Ringtraining getroffen: ein Tag mit Ergebnissen!

Am Ende des Tages ste­hen sie­ben Bor­der Col­lies auf­ge­reiht am Ran­de des Park­plat­zes: Elvis, Hei­di, Cra­zy, Ellie, Boun­ty, Jill und Bud­dy. Der eine steht aus­ge­gli­chen, die Front gera­de, die Bei­ne par­al­lel, bei dem ande­ren wer­den schnell noch die Vor­der- und Hin­ter­läu­fe kor­ri­giert, die Pfo­ten gesetzt und der Hals mit der Ket­te in die rich­ti­ge Rich­tung gezo­gen. Der eine steht ruhig und auf­merk­sam, der ande­re setzt sich, zieht und zap­pelt unge­dul­dig her­um – bei man­chem bemerkt man die Erfah­rung und Rou­ti­ne, die dem ande­ren ganz offen­sicht­lich noch fehlt. Auf ein Zei­chen trabt der ers­te Hund los, mit gerin­gem Abstand folgt der zwei­te – und wäh­rend der Ers­te sich frei, flott und mühe­los bewegt, fällt bei dem Zwei­ten schliess­lich auf, dass das Tem­po nicht passt, nicht getrabt, nur galop­piert wird, und ist beim Drit­ten end­lich fest­zu­stel­len, dass die Rute, die auch im Lauf mög­lichst tief getra­gen wer­den soll, sich wie­der ein­mal lus­tig über dem Rücken krin­gelt.

Am Ende des Tages ste­hen sie­ben Bor­der Col­lies auf­ge­reiht am Ran­de des Park­plat­zes. Wie oft jeder der Sie­ben im Kreis gelau­fen ist, in der Gera­den oder im Drei­eck, kann nie­mand sagen. Oft genug, bestimmt, denn es ist spät gewor­den, die Son­ne hat sich längst ver­ab­schie­det. Ver­bes­sert hat sich jeder – und jeder Hun­de­füh­rer viel­leicht ver­stan­den, wie die Phy­sis des Hun­des auf­ge­baut ist und wie man die Vor­zü­ge des eige­nen Hun­des am bes­ten prä­sen­tiert.

Ring­trai­ning ist viel mehr, als bloß im Kreis zu lau­fen. Ring­trai­ning setzt vor­aus, die grund­le­gen­den Pro­por­tio­nen des Hun­des und des­sen Bewe­gungs­ab­läu­fe zu ver­ste­hen – und sie in Bezie­hung zu den eige­nen zu set­zen: zum Schritt­maß und zur Schritt­fol­ge, zu Auf­merk­sam­keit und Fokus – zu vie­lem, von dem man ger­ne denkt, dass das doch jeder kann. Die Sie­ben – mit­samt ihren Besit­zern – kön­nen vie­les nun ein klein wenig – nein, man­cher viel­leicht sogar ein ganz gro­ßes Stück bes­ser!

© Johannes Willwacher