Es hat gereg­net in der Nacht, in der ihr gebo­ren wur­det, das weiß ich noch, und dass, als schließ­lich der Ers­te von euch sich zwi­schen den Laken wand, ich es war, der ihm die Eihaut über den Kopf zog und die Nabel­schnur durch­schnitt. Ich weiß noch, dass ich dich, den Erst­ge­bo­re­nen, in bei­de Hän­de nahm, zit­ternd und warm, um dich dei­ner Mut­ter zu zei­gen – immer wie­der, bis sie irgend­wann begriff, dass du nun zu ihr gehörst, und anfing, dich tro­cken zu lecken. Ich weiß noch, wie dun­kel es war – aber auch, dass euch kei­ne Dun­kel­heit etwas hät­te anha­ben kön­nen.

Wo auch immer ihr Sechs – Twix, Joey, Iska, Bud­dy, Pep­per und Beau – heu­te euren ers­ten Geburts­tag ver­bringt, eines weiß ich ganz gewiß: Für mich und eure Men­schen, seid ihr das Feu­er­werk. Und egal, was die Zukunft bringt: Alle ande­ren wer­den ungläu­big, mit offe­nen Mün­dern stau­nen, wie ihr in bun­ten Far­ben durch den Nacht­him­mel schießt. Wie ihr hell macht, was dun­kel ist. Weil ihr das Feu­er­werk seid!

Do you know that there’s still a chan­ce for you,
cau­se there’s a spark in you.
You just got­ta igni­te the light, and let it shi­ne,
just own the night like the Fourth of July.
– »Fire­works«, Katy Per­ry

© Johannes Willwacher