»Zum Kuscheln kommste aber gleich wieder bei mich bei?«, sagt die Frau im dunkelgrauen Jogginganzug und legt sich beinahe flach vor der blauen Transportbox auf den Boden. Dort, wo sich die Hosenbeine straffen, geben sie den Blick frei auf ein Paar rosa Socken, das sich leiernd um die dünnen Fesseln legt. »Boah ey, watt guckt die bös!«, leiert der Jogginganzug selbst weiter. Die böse drein schauende, dreifarbige Katze, die – so will es scheinen –, gerade keinen Wert auf Konversation legt, dreht sich um und presst den Kopf gegen das Gitter. »Boah, nee« echot es von den Wänden des Wartezimmers und weiter, an Jule und mich gewandt, »boah, dass der Hund bloß dahinten bleibt und die Katze nicht beißt, ey!« Ich überlege kurz zu antworten, dass der besagte Hund (»Boah, Edda, voll schön!«) kaum in der Lage ist (»Boah, ey! Augentropfen! Voll krass!«), eine Katze von einem Kaktus zu unterscheiden, verkneife mir aber schließlich den Kommentar und schaue bloß Jule neben mir an. Die kichert auch. Willkommen bei RTL II.

Was wir wissen: Dass Edda frei von allen erblichen Augenerkrankungen ist. Was wir hoffen: Dass ihre Hüften, auf die wir in der Tierklinik Betzdorf gestern einen ersten Blick werfen durften, nun auch von Dr. Koch gut bewertet werden.