Die fünf­te Träch­tig­keits­wo­che: 58 cm Bauch­um­fang

»Eigent­lich«, den­ke ich, und stre­cke mich der Län­ge nach auf dem gemüt­li­chen, grü­nen Pols­ter aus, »eigent­lich ist Edda doch ein ziem­lich schlan­ker Name. Ed-da – zwei Sil­ben, eine vor­ne, eine hin­ten. Bloß vier Buch­sta­ben – E-D-D-A –, an denen kein Gramm zu viel ist«. Oder viel­mehr: war. Neu­er­dings spannt es zwi­schen den besag­ten vier Buch­sta­ben näm­lich, und das nicht nur ein biss­chen, son­dern bei­na­he so, als hät­te man zwi­schen D und D noch ein wei­te­res, klei­ne­res d ein­ge­zwängt. »Mag sein«, den­ke ich, und las­se dabei läs­sig eine Pfo­te vom Pols­ter bau­meln, »dass man mit den Jah­ren aus sei­nem Namen her­aus­wächst und statt des schlan­ken einen gewich­ti­ge­ren Namen braucht. Brünn­hil­de, viel­leicht, oder Blub­be­rel­la«. Und bekom­me davon gleich schon wie­der Hun­ger.

»Ein­mal das Wom­pa-Wom­pa-Menü zum Mit­neh­men, bit­te!«

Auch wenn die Föten in der fünf­ten Träch­tig­keits­wo­che gera­de ein­mal fünf Zen­ti­me­ter groß sind, erin­nern sie doch bereits an klei­ne Hun­de: Kopf und Rumpf kön­nen unter­schie­den wer­den, die Fin­ger sind voll­stän­dig von­ein­an­der getrennt und auch das ers­te Fell hat begon­nen zu sprie­ßen. Bei der Hün­din kann nun eine ers­te Zunah­me in der Len­den­ge­gend beob­ach­tet wer­den, die durch das Grö­ßen­wachs­tum der Wel­pen von Woche zu Woche deut­li­cher aus­fal­len wird.

© Johannes Willwacher