Monster PLAY Hundespielzeug für Border Collies
23|05|2020 – Unser F-Wurf hat Geburts­tag

Unser F-Wurf feiert seinen ersten Geburtstag: über haarige Monster, Tennissocken und Teppichfransen – und warum das erste Jahr immer das schwerste ist.

Jun­ge Hun­de sind Mons­ter. Klei­ne, haa­ri­ge Mons­ter, die sich mit nadel­spit­zen Zäh­nen nicht nur an Hosen­bei­ne hef­ten und durch Hasen­draht bei­ßen, son­dern bevor­zugt auch von Ten­nis­so­cken und Tep­pich­fran­sen ernäh­ren – oder ande­ren Din­gen, die ähn­lich schlecht bekömm­lich sind. Mons­ter, die sich immer genau dann zu regen begin­nen, wenn der zuge­hö­ri­ge Mensch gera­de zur Ruhe gekom­men ist – die immer genau dann noch ein­mal unter dem Sofa her­vor­schnel­len, wenn die Augen des Men­schen längst schwer gewor­den sind, und die sich auch durch gut gemein­tes Zure­den nur ungern davon abbrin­gen las­sen, vor dem Zubett­ge­hen ihre zwan­zig Run­den um die zer­rupf­te Yuc­ca­pal­me zu dre­hen. Mons­ter, die schein­bar nichts so sehr has­sen, wie sich an die Lei­ne legen und in ihrem Bewe­gungs­drang begren­zen zu las­sen – die viel lie­ber jedem Reh, jedem Rad­fah­rer, jedem röh­ren­den Renault hin­ter­her rasen wol­len, als den Blick bloß nach oben zu rich­ten und zu sagen: »Ich bin doch schon brav!« Die Mons­ter­lo­gik besagt statt­des­sen: »Die Lei­ne muss weg! Der Socken muss run­ter! Der Puls muss rauf! Der Mensch ord­net sich unter!« Jun­ge Hun­de sind Mons­ter. Wenn man sie lässt.

Wie viel Mons­ter noch in den fünf Jung­hun­den steckt, die heu­te schon ein Jahr alt wer­den – wie­viel davon auf Quinn, Fel­low, Finn, Mol­ly und Sis­si zutrifft –, kön­nen wohl nur ihre Besit­zer selbst beant­wor­ten. Ich bin mir aber sicher, dass es im ers­ten Jahr bei allen Fün­fen den einen oder ande­ren Moment gege­ben haben wird, in dem sich ihre Men­schen über den Küchen­tisch hin­weg die Fra­ge zuge­wor­fen haben, wer das Mons­ter nach Mit­ter­nacht gefüt­tert hat – einen Moment, in dem der Wunsch, das haa­ri­ge Ding ganz ein­fach in ein Post­pa­ket zu ste­cken und unfrei zurück zum Züch­ter zu schi­cken, ziem­lich groß gewe­sen ist. Weil aber zwölf Mona­te ver­gan­gen sind, ohne dass Ähn­li­ches gesche­hen ist, bin ich mir genau­so sicher, dass sich das Mons­ter in allen nach und nach schla­fen gelegt hat. Das tun Mons­ter näm­lich. Wenn man Geduld hat. Wenn man auf­merk­sam bleibt. Und wenn man Lie­be die Lei­ne hal­ten lässt.

Lasst euch fei­ern!

© Johannes Willwacher