Acrylgemälde von zwei Border Collie Welpen unter einem Regenschirm
01|10|2021 – Unser G-Wurf fei­ert sei­nen 2. Geburtstag

Unser G-Wurf feiert seinen zweiten Geburtstag: über erzieherische Konsequenz und die Frage, wer hier eigentlich wen erzieht.

Mit zwei Jah­ren – das ist wohl allen Hun­de­ar­ti­gen gemein – ist das ers­te Erzie­hungs­ka­pi­tel bei­na­he abge­schlos­sen. Der Hund hat das kom­ple­xe Regel­werk des mensch­li­chen All­tags so weit ver­in­ner­licht, dass er sich leicht dar­über hin­weg­zu­set­zen weiß – und sich gleich­wohl sei­nen Men­schen so gefü­gig gemacht, dass der sich nur noch in sei­nen (immer sel­te­ner wer­den­den) hel­len Momen­ten an die grund­le­gen­den Begrif­fe der Hun­de­er­zie­hung erin­nern kann. »Kon­fekt? Kon­dens­milch? Kon­fi­tü­re?«, wird des­halb schon so man­cher Besit­zer eines Hun­des über­legt haben, der an der Schwel­le zum vier­und­zwan­zigs­ten Monat stand: »Ach, nein … Kon­se­quenz, das war’s … aber das klingt doch schon so unge­müt­lich!« Wes­halb sich der Hund im Lau­fe von zwei Jah­ren nicht nur den Platz auf dem Sofa erschli­chen hat, son­dern auch das Recht, sich nach einem aus­ge­dehn­ten Regen­spa­zier­gang mit schmut­zi­gen Pfo­ten auf dem­sel­ben breit zu machen. Weil: »Er das krat­zi­ge Hand­tuch ja nicht so mag!« Da haben wir’s. 

Des­halb die aller­herz­lichs­ten Glück­wün­sche an unse­re zwei­jäh­ri­gen Erzie­hungs­ex­per­ten – an Runa, Guc­ci, Geth­si, Dig­ger, Fire und Ghost: ich hof­fe, ihr habt eure Men­schen ganz nach euren Vor­stel­lun­gen hin­be­kom­men. Und wenn nicht, dann macht euch nichts draus: so manch ein Zwei­bei­ner braucht ein­fach ein biss­chen län­ger, bis er gut erzo­gen ist.

© Johannes Willwacher