Rund sechzig Meter über dem Meeresspiegel gelegen, bietet sich dem, der den Aufstieg zum höchsten Punkt der Blåbjerg Klitplantage wagt, ein beeindruckender Blick über das Land: Heide, Wälder, Strand und durch den Dunst über dem Fjord lässt sich sogar das ferne Ringkøbing erahnen. Da wir bloß Urlaub machen und keinen Reiseführer schreiben sei erwähnt, dass wir von Dänemarks höchster Düne nichts von alledem sehen, sondern nur den einen oder anderen Kirchturm erahnen konnten – der angekündigte Wetterumschwung ließ zwar auf sich warten, als Vorbote hatte der Herbst jedoch schon einmal bereits erwähnten Dunst vorausgeschickt und weiße Flecken auf die Landkarte getupft – ein Spaziergang ist aber dennoch lohnenswert: Die Zweibeiner genießen die stillen Pfade, die sich windend vorbei an Wacholder, Heide und Eichengebüsch führen, während die Vierbeiner genießerisch die Nase in den Wind halten und Gerüche wittern, die einmal ganz anders als Meer riechen.

Der Wetterbericht sollte schließlich aber doch Recht behalten: Nachdem der Tag zwar sonnig begonnen und wir den Nachmittag mit den Hunden an Strand und Meer verbracht hatten, verabschiedete sich der Sommer am Abend mit einem schaurigen Gewitter. Das kann doch einen Seehund nicht erschüttern!