Alles gepackt in der sieb­ten Träch­tig­keits­wo­che: der Bauch misst 69 Zen­ti­me­ter

»Nein, nein und noch­mal nein«, bellt Nell und beißt wut­schnau­bend in die Luft, der­weil ich mich anschi­cke, die zwei­te Sei­ten­wand der Wurf­kis­te zu mon­tie­ren, »nicht auch noch mein Zim­mer, nicht auch noch das«. Behän­de springt sie vom Bett, stampft pol­ternd mit allen vier Pfo­ten auf und drückt ihre Schnau­ze unter mei­nen Arm. Ich lege den Ham­mer zur Sei­te und dre­he mich zu der unnach­gie­bi­gen Hün­din um. »Bit­te«, bellt sie, »das ist meins«, und lässt die Augen rol­len, »das Zim­mer und die Kis­te und über­haupt«. Wort­los strei­che ich ihr über den Kopf, dann schie­be ich sie genau­so wort­los bei­sei­te. »Wenn Edda kommt«, sage ich schließ­lich, »dann gehört das alles für acht Wochen ihr – ihr ganz allein«. Nell streckt sich, dann schiebt sie ihren Kopf beschwich­ti­gend unter mein Kinn. »Ist schon gut«, sage ich – mehr zu mir selbst als zu ihr – und wäh­rend ich noch dar­über nach­den­ke, was wei­ter erle­digt wer­den will, höre ich Zion, der vor dem Wel­pen­zim­mer schwanz­we­delnd auf und ab läuft, und aus des­sen Schrit­ten es freu­dig klingt: »Ed-da kommt, Ed-da kommt«.

Mor­gen ist es so weit.

Zwei Wochen noch, viel­leicht – nicht nur ein guter Zeit­punkt, um die Wurf­kis­te auf­zu­bau­en, son­dern auch, um Wet­ten abzu­schlie­ßen: Wer sich bis zur Geburt ins Gäs­te­buch ein­trägt, eine Mail schreibt oder bei Face­book kom­men­tiert und einen Tipp abgibt, wie vie­le Wel­pen wir erwar­ten – sowohl Rüden, als auch Hün­din­nen – der gewinnt, soll­te er rich­tig lie­gen, sei­nen eige­nen, wun­der­schön gezeich­ne­ten Wel­pen. Also: Mit­ge­macht!

© Johannes Willwacher