Border Collie Welpen
31|05|2021 – In Höl­pers Garten

Zwei Ausflüge mit unseren Border Collie Welpen in der zwölften Lebenswoche: über ein leeres Haus, einen großen Garten – und komische kleine Hunde.

Für Bär­bel:
Auch wenn unse­re Über­re­dungs­küns­te, doch endlich
die schwarz-wei­ße Leer­stel­le in dei­nem Leben zu schließen,
auch dies­mal kei­nen Erfolg hatten –
Dan­ke für alles!

Es gibt Men­schen, die sich nur zum Spaß einen Hund hal­ten. Es gibt Men­schen, bei denen nur zum Spaß ein Motor­rad in der Gara­ge steht. Es soll aber auch Men­schen geben, die nur zum Spaß noch ein zwei­tes Haus besit­zen. Eines, das leer, aber bezugs­fer­tig, auf der ande­ren Stra­ßen­sei­te steht. Mit einem Back- und einem Grill­haus. Und einem Gar­ten drum­her­um. »Sachen gibt’s«, den­ke ich, als wir vor dem grü­nen Gar­ten­tor par­ken, »aber bestimmt haben auch die Wel­pen ihren Spaß daran«.

Border Collie Welpen
31|05|2021 – In Höl­pers Garten

Mit der lan­gen Sei­te grenzt das Grund­stück an die Kreis­stra­ße, über die auch an die­sem Nach­mit­tag der Ver­kehr rauscht. Für die drei Wel­pen blei­ben die vor­bei­fah­ren­den Autos und Last­wa­gen aber nicht die größ­te Her­aus­for­de­rung – schon das zwei­te schar­fe »Nein!« genügt, um auch dem Letz­ten begreif­lich zu machen, dass die Fahr­zeu­ge nicht gejagt wer­den wol­len –, noch her­aus­for­dern­der sind schluss­end­lich die frem­den Hun­de, die urplötz­lich zwi­schen den schwarz-wei­ßen stehen.

Es hat eine Schnauze, zwei Ohren und einen Schwanz

Die vier­jäh­ri­ge Hün­din und der knapp vier­zehn Wochen alte Rüde sind zwar kaum grö­ßer, als die zwölf Wochen alten Bor­der Col­lie Wel­pen, wir­ken auf die drei aber erst ein­mal so befremd­lich, dass jeder Annä­he­rungs­ver­such abge­blockt wird und alles Schwarz-wei­ße schnell das Wei­te sucht. »Es hat eine Schnau­ze, zwei Ohren und einen Schwanz, mit dem es wedeln kann«, scheint die Neu­gier den Drei­en nach einer Wei­le aber ein­zu­flüs­tern, »viel­leicht ist es also doch gar kein Unge­heu­er, son­dern bloß ein komi­scher klei­ner Hund?« Sachen gibt’s!

31|05|2021 – In Höl­pers Garten

Wie vie­le ande­re Sachen es in Höl­pers Gar­ten zu ent­de­cken gibt – sol­che, auf denen sich her­um kau­en lässt, und sol­che, um die man her­um­lau­fen kann –, ist in der Fol­ge fast neben­säch­lich. Der Geruch, der aus dem gedrun­ge­nen Grill­haus dringt, scheint dann und wann noch einen der Wel­pen von dem wil­den Spiel abzu­len­ken – ein Geruch, dem noch immer die Erin­ne­rung an das längst ver­zehr­te Wild­bret anhaf­tet, das in einem der angren­zen­den Gebäu­de zer­teilt wor­den ist. In Win­des­ei­le ist aber auch der schon ver­flo­gen, sind die Wel­pen wei­ter­ge­zo­gen. Zu den Bäu­men. Zum Was­ser. Tief hin­ein in den Schat­ten. Bis schließ­lich jeder alle Vie­re von sich gestreckt hat, und mit schläf­ri­gem Blick meint: »Sachen gibt’s!«

Und die Geschwister?


© Johannes Willwacher