Ein stürmischer Wind peitscht die Wolken über den Himmel, die Wellen branden weiß schäumend gegen den Strand. Zwei oder drei Mutige wagen den Sprung in die Fluten, werden gleich von der wilden See verschluckt. Drei Schritte weiter findet sich auf dem Sand ausgespuckt Strandgut – ganz unprosaisch, statt Treibholz und Tang, weit gereistes Plastik. Besen, Bürsten und Behältnisse wechseln sich ab mit Fischernetzen, die nichts mehr fangen, und Postkisten, die statt ihres flaschenförmigen Pendants den Weg über den Atlantik gesucht haben. Auf jedem Quadratkilometer der Meeresoberfläche treiben nach offiziellen Studien mittlerweile bis zu 18.000 Plastikteile.

Das unser vierbeiniges Räumkommando gegen den Müll recht wenig auszurichten vermag versteht sich von selbst. Das man sich selbst, als Zweibeiner, an manchen Tagen schämt, sich zwischen Wegwerfartikeln »hyggelig« eingerichtet zu haben, sollte ebenso offensichtlich sein: Gleichgültig wo man ist, der Müll ist schon da. Und im Gegensatz zu uns, zu den Zwei- oder Vierbeinern und unseren flüchtigen schönen Eindrücken, wird er auch bleiben – für die nächsten fünfhundert Jahre.